Berlin-Taschkent

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Djakhongir Artkkhodjaev, Bürgermeister von Taschkent (li.) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

Foto: FOTAC/W.-K- Kirst

 

Städtepartnerschaft Berlin-Taschkent feierte 25. Geburtstag

 

Seit 25 Jahren besteht zwischen der deutschen Bundeshauptstadt Berlin und der usbekischen Hauptstadt Taschkent eine Städtepartnerschaft. Aus diesem Anlass trug sich am 12. September der Taschkenter Bürgermeister Djakhongir Artkkhodjaev ins Goldene Buch der Stadt Berlin ein. Im Festsaal des Roten Rathauses begrüßte der Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) seinen Amtskollegen und die mitreisende Delegation. Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD) nahm an dem Empfang ebenfalls teil.

 

Michael Müller sprach von einer sehr erfolgreichen Städtepartnerschaft, die für beide Städte eine Bereicherung ist. Der Gast aus Taschkent bedankte sich „für die Einladung und die Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation. Wir haben viel Interessantes bisher gesehen.“ Nach den Ansprachen überreichten beide Bürgermeister ihre Gastgeschenke. Die usbekische Delegation überreichte ein Model des Fernsehturms von Taschkent. Der Berliner Regierende Bürgermeister überreichte ein Model des Brandenburger Tores.

 

Unsere Redaktion hat einmal bei politisch Verantwortlichen aus Berlin nachgefragt, wie sie persönlich die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Taschkent bewerten. Im Deutschen Bundestag sprachen wir mit dem direkt gewählten Berlin-Reinickendorfer Volksvertreter Frank Steffel (CDU). Der Bundestagsabgeordnete Steffel erklärte: „Gerade in einer Zeit der globalen Umbrüche, Krisen, Kriege und geopolitischen Herausforderungen, aber auch der Wiederkehr strategischer Zölle und sogenannter Handelskriege ist eine Städtepartnerschaft etwas sehr Wertvolles. Partner achten einander und sprechen miteinander, sobald Probleme entstehen. Ich kann mich gut an die Begründung dieser Städtepartnerschaft erinnern, denn ich saß als junger Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus. Die Menschen in Tashkent und in Berlin trennen nicht 4.300 Kilometer Entfernung, sondern verbinden viele Kontakte, auch und gerade zwischen jungen Menschen in beiden Städten. Ich wünsche uns allen 25 weitere erfolgreiche Jahre - von Hauptstadt zu Hauptstadt."

 

Im Berliner Abgeordnetenhaus teile uns die CDU-Abgeordnete und Staatssekretärin a. D. Emine Demirbüken-Wegner mit: „Taschkent, die Hauptstadt Usbekistans, ist eine Stadt voller Kultur und Historie. Die märchenhafte Seidenstraße durchzieht das zentralasiatische Land. Über so eine Städtepartnerschaft kann Berlin sich glücklich schätzen." Robert Schaddach (SPD) sagte: „Von vielen Freunden und Bekannten, die bereits Taschkent besucht haben, weiß ich, wie wunderschön diese Region ist. Leider konnte ich mich bisher noch nicht persönlich davon überzeugen. Ein Besuch der Berliner Partnerstadt Taschkent ist meinerseits aber eingeplant.“ Harald Laatsch gehört der AfD-Fraktion an. Er betonte: „Ein Vierteljahrhundert Städtepartnerschaft zwischen der usbekischen Hauptstadt Taschkent mit Berlin, man kann es nur so ausdrücken: Eine sehr erfolgreiche Städtepartnerschaft, über die ich mich sehr freue. An dieser Stelle rege ich an, mit weiteren Ländern, die an der zentralasiatischen Seidenstraße liegen, Kontakt aufzunehmen und auszuloten, wo sich eventuell Potentiale für Städtepartnerschaften mit Berlin ergeben.“ Thomas Seerig gehört der FDP-Fraktion an. Der Abgeordnete sagte: „Die Städtepartnerschaft mit Taschkent zeigt, dass es nicht um repräsentative Besuchsprogramme gehen muss, sondern dass der Sinn von solchen Partnerschaften gerade im Erfahrungsaustausch auf Arbeitsebene geht. Die Partnerschaft mit der usbekischen Hauptstadt zeigt seit 25 Jahren, dass es beiden Seiten nutzt.“

 

Text: Volkert Neef/Foto: FOTAC/W.-K- Kirst

Veröffentlicht am 21.09.2018