Spiel2018

Düsseldorfer Blatt

Дюссельдорфский листок

Foto: Svetlana Reinwarth

Friedemann Friese

Foto: Volkert Neef

Spiel 18 schlägt alle Rekorde

 

Am 28. Oktober ging nach vier Tagen in den Essener Gruga-Hallen die Spiel 18 zu Ende.

 

Es war die 36. Messe für Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele. Die vom Bonner Friedhelm Merz-Verlag ins Leben gerufene Messe fing einst ganz klein und bescheiden in einer Volkshochschule an. Mittlerweile ist daraus die weltgrößte Messe für Gesellschaftsspiele geworden. In diesem Jahr kamen 190.000 Spielfreunde in die Gruga-Hallen nach Essen. Damit stellte der Merz-Verlag einen neuen Besucherrekord auf. Vor einem Jahr waren es 182.000 Gäste. 2016 besuchten 174.000 Spielfans die Spiel 16. 2015 waren es „nur“ 163.000 Gäste zur Spiel 15. Hinzukommt: Die deutsche Brettspielbranche verzeichnete bereits für die ersten acht Monate dieses Jahres eine Umsatzsteigerung von 16 Prozent und geht euphorisch in das traditionell umsatzstärkste 4. Quartal mit seinem Weihnachtsgeschäft.

 

Vier Tage lang war die SPIEL '18 wieder einmal der Nabel der Brettspielwelt. Bereits im Vorfeld konnte die Messe mit 1.150 Ausstellern (Vorjahr 1.100) aus 50 Ländern und einer nochmals um 11% auf 80.000 qm angewachsenen Ausstellungsfläche Rekorde vermelden. Gesellschaftsspiele haben sich in den letzten Jahren zum popkulturellen Mainstream entwickelt und begeistern gleichermaßen Kinder und Erwachsene, Gelegenheits- und Vielspieler.

 

Dominique Metzler ist Geschäftsführerin des veranstaltenden Friedhelm Merz-Verlags. Sie sagte zum Abschluss der Spiel 18: „Dass wir so viele begeisterte Besucher aus aller Welt anziehen und so viele wunderbare Spiele präsentieren können, zeigt, dass wir in einem goldenen Zeitalter der Gesellschaftsspiele leben." Die nächsten Internationalen Spieltage SPIEL '19 finden vom 24.10. bis zum 27.10.2019 in der Messe Essen statt.

 

Bei der Spiel 18 hatten wir uns einmal beim aus Bremen stammenden Verlag „2 F-Spiele“ am Stand umgesehen. Der Verlagsleiter und Spieleautor Friedemann Friese legte unseren werten Lesern ganz besonders sein von ihm konzipiertes Spiel „Fabelsaft“ ans Herz. Friedemann Friese betonte: „Mit diesem Fabel-Konzept ergibt sich jedes Mal ein neues Spiel für die 2 bis 5 beteiligten Mitwirkenden. Das macht den großen Reiz von „Fabelsaft“ aus.“ Ab dem 8. Lebensjahr kann man es spielen, ein Spiel dauert ungefähr eine halbe Stunde. Das Spiel „Fabelsaft“ stand nicht von ungefähr 2017 auf der Empfehlungsliste „Spiel des Jahres.“ Hier geht es um einen Wald. In diesem Wald wachsen zahlreiche köstliche Früchte. Diese herrlich duftenden und wohlschmeckenden Früchte kann man ja zu einem Saft verarbeiten. Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Tieren hinein und machen sich auf die Suche nach den süßesten Früchten. Zum Glück gibt es ja im Wald hilfsbereite Wesen. Sie händigen den Tieren Früchte aus, tauschen diese untereinander und stehen den Tieren freundlich zur Seite. Natürlich kommt Durst auf, Durst nach köstlichen Fabelsäften. Jetzt taucht die spannende Frage auf: Wer stillt sein Verlangen nach den köstlichen Fabelsäften als Erster? Zum Spiel gehören 240 Ortskarten, 70 Spielkarten, 7 Holztiere, 17 Stanzplättchen, 1 Glossar und 1 Anleitung. Das Spiel kostet im Handel rund 29 Euro.

 

Mehr Details unter: www.2f-spiele.de

 

Veröffentlicht am 01.11.2018

Text: Volkert Neef

Fotos: Svetlana Reinwarth, Volkert Neef