Uckermark

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Dr. Dieter Neuendorf, MdA: Meine Uckermark

Foto 1: Dr. Dieter Neuendorf, MdA (AfD) im Berliner Abgeordnetenhaus

Foto 2: St. Marien-Kirche Prenzlau

Foto: privat

Foto 3: Fünfseenblick

Foto: privat

Dr. med. Dieter Neuendorf ist Facharzt für Dermatologie und Facharzt für Chirurgie. Der Mediziner aus Berlin-Reinickendorf gehört seit 2016 dem Preußischen Landtag an. Er ist Mitglied der AfD-Fraktion. Unsere Redaktion bat den Parlamentarier, seine Geburtsstätte, die Uckermark, touristisch vorzustellen. Der Landkreis im Nordosten Brandenburg hat eine Größe von knapp 3.000 Quadratkilometern. Er besteht aus 34 Gemeinden, in denen 120.000 Menschen leben.

 

Dr. Dieter Neuendorf teilte im Pressegespräch mit: „Obwohl ich schon sehr lange und gerne in Berlin-Reinickendorf lebe, so fahre ich doch mehrmals im Jahr nach Prenzlau, meiner Geburtsstadt. Man sagt, dass Uckermärker besonders heimatverbunden seien.

 

Die Landschaft der Uckermark wurde ganz wesentlich durch die letzte Eiszeit geprägt. Die sanften Hügel und die große Zahl an Seen machen den Reiz dieser Region aus. Zu der Hinterlassenschaft der Eiszeit gehören auch die vielen Steine skandinavischen Ursprungs. Diese waren schon immer ein Fluch für die Bauern („Steine wachsen nach!“). Andererseits fanden sie gerade im 13. und 14. Jahrhundert Verwendung zum Bau von Kirchen, Klöstern und Befestigungsanlagen.

 

Das schönste Beispiel ist die imposante Marienkirche in Prenzlau. Mit ihrem Ostgiebel zählt sie zu den bedeutendsten Bauwerken der Gotik in Norddeutschland. Auch der Mitteltorturm zeugt vom Wohlstand dieser Stadt in der damaligen Zeit. Er diente viel später als Vorbild für die beiden Türme der Oberbaumbrücke in Berlin. Während die meisten Klöster der Region nach der Reformation verfielen, so prägen gerade die Dorfkirchen bis heute das Landschaftsbild der Uckermark. Ehm Welk („Die Heiden von Kummerow“) oder der „plattdeutsche“ Heimatdichter Max Lindow nahmen mit kleinen Geschichten Bezug auf das damalige Leben.

 

In der großen Geschichte hatte die Uckermark wenig Glück. Besonders der Dreißigjährige Krieg und die letzten Tage des zweiten Weltkriegs hatten verheerende Folgen. In Prenzlau gab es nur noch 15% bewohnbare Häuser. Auch Schwedt an der Oder wurde 1945 fast vollständig zerstört. Viele Uckermärker, die vor der Roten Armee geflüchtet waren, sind nicht wieder zurückgekehrt. Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten und Deutsche aus unterschiedlichen Regionen Osteuropas fanden hier eine neue Heimat. Ihr Neubeginn war unvergleichlich hart. Die dann während der DDR-Zeit errichteten Industriebetriebe überstanden die Wende zumeist nicht lange. Heute ist Schwedt der einzige Industriestandort der Uckermark.Viele junge Menschen haben in den 90iger Jahren die Region verlassen. Heute zählt die Uckermark zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands.

Das gibt der Natur eine neue Chance. So bekommen bedrohte Pflanzen und Tiere mehr Freiraum. Man kann die Uckermark auch als „Das Land der Kraniche“ bezeichnen.

Gerade Großstädter genießen das naturnahe ungezwungene Leben. Viele Berliner haben freigewordene Bauernhäuser gekauft und umgestaltet.

Der Nationalpark „Unteres Odertal“, die Umgebung der beiden Uckerseen oder das zwischen Seen gelegene Lychen faszinieren den Naturfreund. Auch der Berlin-Usedom-Radweg und Oder-Neisse-Radweg erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Natürlich darf man das märchenhafte Schloss Boitzenburg und Templin mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer nicht unerwähnt lassen. Es gibt also viele Gründe dieser herb-schönen Region einen Besuch abzustatten.“

 

Der Parlamentarier betonte auch: „Natürlich werde ich im Rahmen der ITB den Stand der tmu, der Tourismus Marketing Uckermark GmbH, in der Halle 12 am Stand 101 aufsuchen. Es interessiert mich außerordentlich, wie meine Geburtsstätte Messebesucher aus aller Welt auf die Herrlichkeiten der Uckermark hinweist.“ Vom 6. bis zum 10. März findet die ITB in den Messehallen in Berlin-Charlottenburg unter dem Funkturm statt. Die ersten drei Messetagen sind den Fachbesuchern vorbehalten. Am Wochenende ist die ITB für alle Gäste geöffnet.

 

Text: Svetlana Reinwarth/Foto 1 : Volkert Neef, Fotos 2, 3 : privat

Veröffentlciht am 03.03.2019