USB-Juristen

Düsseldorfer Blatt Дюссельдорфский листок

Mit uns bleiben Sie

immer auf dem Laufenden С нами Вы всегда в курсе событий

 

Chefredakteurin Svetlana Reinwarth

Главный редактор Светлана Райнварт

e-mail: dus_blatt@yahoo.de

Usbekische Juristen tagten in Berlin

In der Botschaft Usbekistans fand am 14. Dezember eine Zusammenkunft statt. Seine Exzellenz Botschafter Herr Nabijon Kasimov begrüßte eine Delegation aus seinem Heimatland. Sie bestand aus 7 Teilnehmern, die allesamt Juristen von Beruf sind. Auf Einladung der IRZ-Stiftung und des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) weilten die usbekischen Gäste in Deutschland.

 

Die Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit e.V. (IRZ) wurde im Jahre 1992 auf Initiative des Bundesministers der Justiz, Klaus Kinkel, als eingetragener gemeinnütziger Verein gegründet. Besonderes Augenmerk widmeten die usbekischen Delegationsteilnehmer dem Notarwesen. Momentan sind Notare in Usbekistan Staatsbeamte.

 

Die Regierung hat Pläne vorgelegt, die ein Heranrücken des Notariats an die deutsche Gesetzgebung vorsehen. Hierzulande ist der Notar ein Halbbeamter. Seine Beglaubigungen und Beurkunden stehen den Beurkundungen von Beamten in Bund, Land und Kommune in nichts nach. Allerdings bezieht der deutsche Notar kein Staatsgehalt. Er ist Freiberufler, während die Staatsdiener Beamtenstatus haben. Im Klartext: Hat der Notar keine Beurkundungen zu verzeichnen, erzielt er keine Einkünfte.

 

Die Gäste aus Usbekistan führten zahlreiche Fachgespräche mit deutschen Notaren und Beamten aus dem Bundesjustizministerium. Auch diese Tagung belegte wieder einmal, wie gut die Beziehungen zwischen Usbekistan und Deutschland seit der Unabhängigkeit des zentralasiatischen Landes ausgebaut worden sind.

 

Glücklicherweise ist ein Ende der so freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht abzusehen. Daher lautet es auch in 2018: Fortsetzung folgt in vielen Bereichen. Gerne schaut Usbekistan, wie Deutschland eine Sache handhabt. Ist es erfolgreich, wird es von Taschkent, nach gründlicher Ausbildung und Einweisung durch deutsche Stellen, übernommen. Eines können die deutschen Teilnehmer garantiert niemals lernen: Die Zubereitung der edlen usbekischen Speisen.

 

Am Ende der Tagung eröffnete der Herr Botschafter das Buffet. Getreu dem Motto: „Wer hart arbeitet, soll auch köstlich speisen.“

 

Text: VTN

Foto: VTN

Veröffentlicht: 30.12.2017

Moderation: v.L.; Dilbakhor Yakubova, Leiterin der Abteilung Notariat, Rechtsanwaltschaft und Standesämter des Jusitizministeriums der Republik Usbekistan; S.E. Botschafter der Republik Usbekistan Nabijon Kasimov; Matthias Dornfeldt, Director of the Centre for Caspian Region Studies (BC CARE) der Freien Universität Berlin; Angela Lummel, Projektmanagerin der IRZ.