ICC

Düsseldorfer Blatt

Дюссельдорфский листок

 Das ICC-bald in neuem Glanz? 

Text/ Foto: Volkert Neef

Veröffentlicht am 29.05.2019



In der Bundeshauptstadt Berlin steht das größte Kongresszentrum Europas, das ICC. Man erbaute es von 1975 bis 1979. Ein sehr prominenter Rheinländer weihte es ein. Bundespräsident Walter Scheel bestaunte in offizieller Mission das Gebäude mit einer Grundfläche von (alle Zahlen gerundet) 28.000 Quadratmetern und einer Länge von 313 Metern und einer Breite von 90 Metern sowie einer Höhe von 40 Metern. Eigentümer des ICC ist das Bundesland Berlin. Die „Messe Berlin GmbH“ betreibt das ICC. Der letzte öffentliche Kongress im größtem Kongresszentrum Europas fand 2014 statt. Es war die Hauptversammlung der Daimler AG.


Wie soll es mit dem ICC weitergehen?

Ohne dieses Kongresszentrum leidet der Tourismus in Berlin. Experten aus dem Tourismussektor haben schon kurz nach der Schließung des ICC mitgeteilt, dass man anfragenden Kongressveranstaltern eine Absage erteilten musste. Das 2014 erstellte Gebäude CityCube mit einer Nutzfläche von 22.000 Quadratmetern reicht nicht an die Größe des ICC heran. Manchen Kongressveranstaltern ist das CityCube zu klein und sie weichen in andere Kongressorte aus. Zahlreiche Nutzungskonzepte für das ICC liegen vor. Dazu gab am 27. Mai 2019 der FDP-Politiker Florian Swyter eine Erklärung ab.


Florian Swyter gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an und ist in seiner Fraktion wirtschaftspolitischer Sprecher. Er teilte mit: „ Der aktuelle Stand des Interessenbekundungsverfahren ICC zeigt, dass acht Bewerber offenbar ernsthaft an einer Projektentwicklung des ICC zu einem Kongresszentrum interessiert sind. Noch ist offen, wie ernsthaft und vor allem wirtschaftlich realistisch diese Konzepte sind. Erst wenn wir mehr über die Realisierbarkeit und dem Finanzierungskonzept erfahren, lassen sich die Erfolgschancen einschätzen. Die Hürden, die der Senat z.B. mit dem ausgeschlossenen Eigentumserwerb und dem Denkmalschutz für die Interessenbekundung gelegt hat, sind sehr hoch. Deshalb wird abzuwarten sein, wer von den Interessenten am Ende tatsächlich übrigbleiben wird. Bereits heute steht leider fest, dass der Prozess noch sehr lange dauern wird.“

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