Moskauer-Futter

Düsseldorfer Blatt

Дюссельдорфский листок

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Volker Tschapke

Elena Baklashova


Moskauer Gourmettage


Die Musiker der Band „Dschingis Khan“ sangen in ihrem Lied „Moskau“ von „Liebe schmeckt wie Kaviar.“ Kaviar gehört zur Küche Russlands wie die Pasta zu Italien. Wie köstlich die Küche im Land von Lena, Wolga, Amur und Ob ist, davon konnten sich am 20. Januar bei einem Gala-Dinner im Restaurant VOX des Hotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz in Berlin-Mitte die geladenen Gäste persönlich überzeugen. Dabei fehlte auch keineswegs der bereits erwähnte Kaviar. Im Rahmen der Grünen Woche luden Repräsentanten der Stadt Moskau zu den „Moskauer Gourmettagen“ ein.


Ewgenij Dridze ist Stellvertretender Minister des Departments für außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen der Stadt Moskau. Er begrüßte die Gäste und teilte mit: „Moskau und Berlin sind sehr gut befreundet. Daher ist es mir eine große Freude, Sie zu einer solchen Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Ich verspreche Ihnen wirklich nicht zu viel, wenn ich mitteile, heute zaubern unsere Moskauer Küchenchefs für Sie.“ Die Küchenchefs aus Moskau waren Alexander Sacharow, Victor Belyaev, Anton Salnikow, Elena Baklashova und Sergey Tarakanovsky.


In der russischen Hauptstadt genießt Alexander Sacharow den Ruf, zu den trendigsten Köchen der modernen Moskauer Küche zu gehören. Victor Belyaev ist Meisterkoch und Präsident der „Kulinarischen Vereinigung Russlands.“ Er ist Chefkoch des Kremls, dies schon seit über 30 Jahren. Ob Michail Gorbatschow oder Vladimir Putin, man vertraut diesem Koch die hauseigene Küche des Kremls an. Anton Salnikow gilt als einer der allerbesten Küchenchefs in Moskau. Er repräsentiert die moderne Küche Moskaus. Elena Baklashova ist die Patisserie-Königin der russischen Hauptstadt. Sergey Tarakanovsky ist als Sous-Chef des Spitzenrestaurants „Severyane“ tätig. Seine herausragenden Spezialitäten befassen sich mit der Küche aus Nordrussland. Auf dem Speisenplan dieses Gala-Dinner in Berlin-Mitte standen beispielsweise „Marmorsellerie.“


Zur gebackenen Sellerie servierte man dazu Nüsse und rote Rüben, eingelegt in Öl. Die „Trilogie Fluss, Bauernhof, Feld“ bestand aus einer Kombination von Hecht, Kaviar, Wachteleiern und Popcorn aus Buchweizen. Das „Moskauer Roastbeef“ kam mit gebackenem Gemüse und Brot auf den Tisch. Das „Sorbet aus Moskau“ bestand aus Himbeeren, Moosbeeren und Holunderbeeren. Der „Zander aus Moskau“ wurde begleitet mit schwarzem Kaviar und roten Rüben. Die „Moskauer Fantasien“ bestanden aus Karamellisiertem Kürbis, Sanddorn Mousse, würzigem Biskuit und Walnusseis. Die einhellige Meinung der Gäste war ein großes Spaziba und langanhaltender Beifall für die Meisterköche Moskaus.


Dipl.-Ing. Volker Tschapke, Ehrenpräsident der „Preußischen Gesellschaft“ betonte: „Wie Herr Minister Ewgenij Dridze bereits erwähnt hatte, waren die Beziehungen Berlins mit Moskau immer auf sehr freundschaftlichem Fundament aufgebaut. Gemeinsames Speisen fördert die Kultur, bringt Menschen aus unterschiedlichen Ländern näher und schafft Völkerverständigung. Dass ich einmal in meinem Leben von einem Chefkoch des Kreml bekocht werden würde, der für die damaligen Vorsitzenden der KPDSU und den heutigen russischen Staatspräsidenten Herrn Putin und die Gäste des Kremls, beispielsweise Staatspräsidenten aus anderen Ländern, kocht, hätte ich gestern noch für ein Potemkinsches Dorf gehalten. Heute bin ich eines Besseren belehrt worden und kann mich nur tief verbeugen vor er Leistung der Meisterköche aus Moskau.“


Text/Fotos: Volkert Neef

Veröffentlicht am 26.01.2020

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