Text: Svetlana Reinwarth

Photos: Svetlana Reinwarth; Fotos 3 und 4 Igor Timofeew

Veröffentlicht am 16.09.2025

Zum 100. Geburtstag von Maya Plissezkaja wurde in St. Petersburg 2 Festkonzerte veranstaltet.

Am 9. und 10. September 2025 fanden im Großen Dramatischen Theater in St. Petersburg ( BDT)  2 Festkonzerte zum 100. Geburtstag der legendären Primaballerina Maya Plissezkaja statt. Sie wurden vom Produktionszentrum „Otkrytoye Iskusstvo” (Offene Kunst) mit Unterstützung des Präsidialfonds für kulturelle Initiativen organisiert.


Die Redaktion des „Düsseldorfer Blattes” besuchte das Konzert am 9. September 2025 und möchte sich recht herzlich bei den Organisatoren bedanken. Es ist imnmer sehr schön, die faszinierende Kunst des Tanzes genießen zu dürfen.

Das Große Dramatische Theater ( BDT) in Sankt-Petersburg

Maya Plissezkaja wurde am 25. November 1925 geboren und widmete ihr Leben dem Ballett. Sie gilt als eine der größten Balletttänzerinnen aller Zeiten. Ihr Schaffen wurde zu einem festen Bestandteil der Kultur – nicht nur in Russland, sondern weltweit.


Sie wurde von Fans auf der ganzen Welt bewundert. Noch heute sehen sich Zuschauer mit klopfendem Herzen ihre Aufführung des „Sterbenden Schwans“ an, die zum Glück in den Fernseharchiven erhalten geblieben ist. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie mit ihrem Mann, dem Komponisten Rodion Schtschedrin, in München. 2015 starb sie in München an einem Herzinfarkt.

Im November 2025 wird der 100. Geburtstag von Maya Plissezkaja feierlich begangen. Ihr Name ist den Kennern und Liebhabern des russischen Ballets sehr gut bekannt. 40 Jahre hat sie auf der Bühne des Bolöschoi-Theaters getanzt. Die Konzerte „Meine Maya” in St. Petersburg sind eine Hommage an die große Ballerina und ein großartiges Geschenk für alle Liebhaber und Verehrer des russischen Balletts.


Der künstlerische Leiter des Projekts war Alexander Sergejew, erster Solist des Mariinski-Theaters in Sankt Petersburg. Er präsentierte dem Publikum seine Interpretation von „Der sterbende Schwan“, die Maja Plissezkaja wunderbar getanzt hat.

Alexander Sergejew, Solist des Mariinski-Theaters in St.Petersburg, Foto von Igor Timofeew

Während des Konzerts fanden 5 Premieren statt: Fünf Choreografen aus Russland zeigten ihre Werke – choreografische Miniaturen zum Gedenken an Maya Plissezkaja. Die Grundlage der Ausschnitte bildete eine zeitgenössische Sichtweise auf das Schaffen der legendären Ballerina.


Im Konzert wurden auch Ausschnitte aus Ballettaufführungen gezeigt, in denen Maya Plisetskaya einst selbst brillant getanzt hatte: „Schwanensee“, „Carmen-Suite“, „Laurencia“, „Don Quixote“ und „Der Tod der Rose“.

Ekaterina Kondaurowa, Foto von Igor Tumofeew

Beim Konzert traten zahlreiche bekannte Künstler des Bolschoi-Theaters und des Mariinski-Theaters sowie führende Solisten des Ural-Opern- und Balletttheaters und des Theaters in Rostow auf.


Den Ballettliebhabern sind die Namen von Ekaterina Kondaurowa, Aljona Kowalewa, Artemij Beljakow, Dmitri Smelewski und von vielen anderen gut bekannt.


Das Konzert bestand aus zwei Teilen. In der Pause tauschten die Zuschauer ihre Eindrücke aus und sprachen begeistert über die weltweit bekannte und beliebte russische Ballettschule. Diese kann zudem auf eine fast 300-jährige Tradition zurückblicken

Teilnehmer des Abends

Das Publikum empfing die Künstler sehr herzlich und spendete den ganzen Abend über „Bravo“-Rufe. Nach dem Ende des Konzerts hielt der Applaus lange an und alle Darsteller erhielten große, wunderschöne Blumensträuße.


Das Konzert, das Maya Plissezkaja gewidmet war, demonstrierte die Schönheit des russischen Balletts und seine Wirkung auf Liebhaber und Verehrer dieser Kunstform.