Text: Svetlana Reinwarth (dus_blatt@yahoo.com)

Foto: Svetlana Reinwarth

Veröffentlicht am: 29.09.2022

Der Herus Verein in Wiesbaden lud Gäste nach der Sommerpause ein 

Herus Verien lud Gäste ein 

Auf diesen Abend hat man lange gewartet. Nach zahlreichen pandemiebedingten Einschränkungen und der Sommerpause lud  der hessisch-russische interkulturelle Austausch " Herus e.V. " am 15.09.2022 wieder Gäste ein. Das Treffen fand im Stammlokal " Kust" im Wiesbadener Bezirk Klarenthal statt.


Das " Düsseldorfer Blatt" hat öfters über den " HERUS" geschrieben. Er wurde in Wiesbaden 2001 gegründet und hat es zu seinem Ziel gemacht, russische Geschichte, Traditionen und Kultur in Deutschland zu präsentieren. Seine Vorstandsmitglieder Alexander de Faria e Castro und Clotilde von Rintelen haben selbst adlige russische Vorfahren und sprechen fließend russisch. 

Stammlokal- Restaurant " KUST" in Wiesbaden

Populär und beliebt sind traditionelle " Russische Salons " geworden, die der HERUS einmal im Monat organisiert und bestimmten Themen aus  Kultur, Geschichte, Kunst, Literatur oder Theater widmet. Wegen der Pandemie wurden in den letzten 2 Jahren viele Veranstaltungen verschoben oder ganz abgesagt. Desto erfreulicher ist es momentan, dass wir viele Sachen, die wir so vermisst haben, jetzt nachholen können. Besonders auf der kulturellen Ebene ist es wichtig und aktuell.


Mit einer sehr netten Begrüßung vom Herus-Verein trat Herr Alexander de Faria e Castro an diesem Abend auf und begrüßte herzlich die Gäste. Er hat betont, dass es eine große Freude ist, sich nach der schweren Pandemiezeit wieder zu treffen und Meinungen auszutauschen. 

V.l.n.r. Priester Valerij Mikheev, Elena Betz, Olga Mikheev und Dr.de Faria

Man hat über die weiteren Pläne des Vereins geredet und alle Gäste waren sehr froh, dass " Russische Salons" demnächst wieder stattfinden. In dieser instabilen und sowie für die Ukraine als auch für Russland schweren Zeit ist es besonders wichtig, die Kultur der beiden Länder zu unterstützen und allles Mögliche für die bessere Verständigung zwischen den Völkern zu machen. Auf dem nächsten " Russischen Salon", der im Herbst stattfinden wird, wird der Priester Valerij Mikheev aus der russischen Kirche einen Vortrag halten, der der Arbeit der russischen ortodoxen Kirche in Deutschland seit dem 17.Jahrhundert bis zu unserer Zeit gewidmet ist. 

Janna Dobrovolskaya-Forst

Das " Düsseldorfer Blatt" hat auch mit Gästen des Abends geredet. Frau Janna Dobrovolskaya- Forst erzählte unserer Redaktion über das internationale Konzert, das im Sommer in Mainz stattfand. " Die Kultur verbindet, die Musik verbindet.",- sagte sie uns. " An diesem Konzert haben russische, ukrainische, georgische und deutsche Musiker teigenommen. Es wurden moderne und klassische Melodien gespielt und die allgemeine Stimmung war wunderbar. Nach dem Konzert saßen wir alle zusammen, haben geredet und alle waren sich einig, dass wir in dieser Zeit zusammenhalten müssen". 

Um das leibliche Wohl der Gäste haben sich den ganzen Abend Mitarbeiter des Restaurants " KUST" Gennadij und Margarita gekümmert. Es wurden leckere Gerichte aus der internationalen und russischen Küche, dazu Getränke und Süßigkeiten serviert, was seinerseits auch eine grosse Rolle für die schöne Stimmung spielte. 

Gennadij und Margarita, Mitarbeiter des Grillhauses " KUST" 

Auf jeden Fall waren alle Gäste sehr froh, sich wieder zu treffen, zu reden und zusammen zu sein. Alle warten mit Ungeduld auf neue Veranstaltungen und auf neue Treffen im netten Freundeskreis, wo man Russland mag und nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in schlechten Zeiten das Land unterstützt und an seine Zukunft denkt.