Text: Svetlana Reinwarth
Fotos: Svetlana Reinwarth
Veröffentlicht: 16.10.2025
„Achtung, die Türen schließen sich ...“
Die Sankt Petersburger Metro wird 70 Jahre alt.

In der U-Bahn von St.Petersburg
„Achtung, die Türen schließen sich! Nächster Halt ist...“. Diese Durchsage hören die Einwohner der Fünf-Millionen-Stadt Sankt Petersburg ständig, wenn sie die U-Bahn benutzen.
Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die U-Bahn in St. Petersburg eine sehr wichtige Rolle spielt. Laut der Pressestelle der St. Petersburger Metro nutzen täglich etwa vier Millionen Menschen ihre Dienste. Menschen, die es eilig haben, steigen mehrmals am Tag in die U-Bahn, um ihre Geschäfte zu erledigen. Während man im Straßenverkehr oft im Stau steht, gelangt man mit der Metro schnell und bequem ans Ziel. Die Stationen sind von 6:00 Uhr morgens bis kurz nach Mitternacht geöffnet

In der U-Bahn von St.Petersburg
Am 15. November 2025 wird die Metro in St. Petersburg 70 Jahre alt. In der Stadt sind aus diesem Anlass zahlreiche Feierlichkeiten geplant. Es finden unter anderem thematische Ausstellungen, Konzerte und Treffen mit Mitarbeitern, die über ihre Arbeit berichten.
Wussten Sie, dass die U-Bahn in St. Petersburg bereits im 19. Jahrhundert geplant war? Damals entstanden die ersten Entwürfe, beispielsweise für einen Tunnel unter der Großen Newa, der die Insel Wassiljewski mit der Admiralitätsseite verbinden sollte. Leider wurden diese Pläne damals nicht verwirklicht. Der Stadt fehlten sowohl die finanziellen als auch die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung. Erst in den 1930er Jahren kam man wieder auf die Frage des Baus einer U-Bahn in der Stadt an der Newa zurück. Doch der Krieg und die Blockade verzögerten die Pläne erneut. Nach Kriegsende wurden die Arbeiten fortgesetzt und die ersten Stationen wurden am 15. November 1955 eröffnet.

In der U-Bahn von St.Petersburg
Die erste Linie, die vor 70 Jahren in der U-Bahn eröffnet wurde, war die Rote oder Kirowsko-Wyborgskaja-Linie. Die ersten Stationen, mit denen die U-Bahn von Sankt Petersburg (damals Leningrad) ihren Betrieb aufnahm, waren Avtovo, Kirowski Zavod, Narvskaja, Baltiyskaja, Technologicheskiy Institut, Puschkinskaja, Wladimirskaja und Ploschtschad Vosstaniya.

Derzeit gibt es in der Stadt: fünf U-Bahn-Linien, 73 Stationen und 130 Kilometer Gleise.
Die Linien sind von der ersten bis zur fünften nummeriert und jede hat ihre eigene Farbe. Die erste Linie ist rot, die zweite blau, die dritte grün, die vierte orange und die fünfte violett.
Man kann sagen, dass die U-Bahn zu Recht nicht nur als öffentliches Verkehrsmittel, sondern auch als Sehenswürdigkeit der Stadt gilt.
Die Station Avtovo gilt als die schönste der St. Petersburger Metro. Hier kam am 15. November 1955 der erste Zug an. Als wir in St. Petersburg waren, sind wir extra dorthin gefahren und haben Fotos für unsere Leser gemacht.

U-Bahn Station AVTOVO
Die Metro von Sankt Petersburg ist eine der tiefsten der Welt. Ihre durchschnittliche Tiefe beträgt 60 Meter. Dies hängt damit zusammen, dass die Stadt auf Sümpfen erbaut wurde und das Grundwasser nahe an der Oberfläche liegt. Deshalb muss die Metro in großer Tiefe gebaut werden. Die Station Admiralteiskaya ist mit 86 Metern die tiefste.
Das „Düsseldorfer Blatt" gratuliert der St. Petersburger Metro zu ihrem bevorstehenden Jubiläum. Wir empfehlen unseren Lesern wärmstens, bei einem Besuch in St. Petersburg mit der U-Bahn zu fahren.

In der U-Bahn von St.Petersburg