MALTA2020-deu

Düsseldorfer Blatt

Дюссельдорфский листок

Unsere Reise auf die Insel Malta im November 2020

Text: Svetlana Reinwarth

Fotos: Svetlana Reinwarth

Veröffentlicht am 09.12.2020

Wegen der Corona-Ausbreitung auf der ganzen Welt und der weiteren Einschränkungen im Reiseverkehr ist es empfehlenswert, momentan, wenn möglich, auf die Reisen ganz zu verzichten. Möchten Sie trotzdem reisen, informieren Sie sich vor dem Reisebeginn über die aktuellen Einreisebedingungen. 


Unsere Redaktion besuchte im November dieses Jahres die kleine versteckte Insel Malta im Mittelmeer. Besonders im Winter, wenn es in Deutschland kalt und ungemütlich ist, ist Malta bei Urlaubern sehr beliebt. Im November gehen die Temperaturen selten unter 18-20 Grad und die Badesaison dauert fast bis Anfang Dezember. Heutzutage gelten hier wie überall auf der Welt strenge Corona-Regeln und man muss draußen und im Auto ständig eine Mund-Nasen-Maske tragen. Wer sich nicht an den Regeln hält, wird mit 50 Euro bestraft.

Hier findet man immer was Passendes für jeden Geschmack: Liebhaber der Geschichte und der Architektur werden von Valetta, Mdina und Rabat begeistert sein. Wenn es Sie ans Meer zieht, laden schöne Stein- und Sandstrände zum Verweilen ein. Wenn Sie gerne wandern, fahren Sie am besten auf die Insel Gozo, da findet man viele schöne Wanderwege und beeindruckende Naturlandschaften.


" Das Wetter auf Malta ist launisch wie die Stimmung einer Frau ",- sagt man hier öfters. Vor kurzem schien noch die Sonne und es war gemütlich warm, plötzlich kommt der Wind und es regnet in Strömen. Nicht zufällig empfehlen Reisebegleiter beim Spaziergang " für alle Fälle " ausgerüstet zu sein : Badesachen, ein Regenschirm und eine leichte Windjacke sollen in der Tasche nicht fehlen.   

Was den Namen " Malta" anbelangt, kommt er wahrscheinlich vom griechischen Wort meli, das bedeutet Honig. Die alten Griechen haben das Land " süßer Honig"  genannt. Es gibt auch eine zweite Version, die auf die Bezeichnung des Zufluchtortes MALET zurückgeht.


Historisch war die Insel Malta lange Zeit ein sehr anreizendes Ziel für verschiedene Völker: für sie haben alte Römer, Griechen, Araber,Phönizier, Türken gekämpft. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis 1964 war Malta eine britische Kolonie, daran erinnern viele Stadtbauten sowie der Linksverkehr, was für viele Europäer, die hier ein Auto mieten, problematisch sein kann. 

Auf Malta spricht man Englisch und Maltesisch. Einen sehr guten Ruf haben die maltesischen Sprachschulen, an denen Kinder und Erwachsene aus der ganzen Welt Englisch lernen. Eine winzige Insel, deren Fläche bloß 316 Quadratkilometer beträgt und die Bevölkerungszahl ca. 500 000 ist, hat wirklich viel zu bieten. 


Immer, wenn wir neue Länder besuchen, ist es für uns besonders reizvoll, mit Einheimischen zu sprechen. Auf Malta haben wir den Musiker und Dirigenten Alexei Galea Kavalazzi kennengelernt. Er hat Musik in Oxford, Moskau und Dresden studiert und arbeitet auf Malta als Kunstmanager des Mittelmeeres-Konferenzzentrums und Art-Direktor des Maltesischen internationalen Klavierfestivals (Malta International Piano festival). " Momentan leiden Künstler sehr unter Corona. Normalerweise finden auf Malta sehr viele Kulturveranstaltungen statt, jetzt können wir nicht mehr auftreten und unser Publikum begeistern. ". " Alexei, was ist typisch für Malteser",- haben wir unseren neuen Bekannten gefragt. " Die Malteser sind sehr gastfreundliche Menschen",- setzte der Alexei fort. " Wir sind stolz auf unsere Insel, ihre Geschichte und die Gegenwart.


Sehr lobenswer ist die maltesische Küche. Wir haben leckeren Fisch, frisches Obst und Gemüse, Oliven und Pflanzenöl, man backt bei uns besonders schmackhaftes Brot. Zu Nationalgerichten gehört z.B. Kaninnchen mit Rotwein und Erbsen aus dem Schmortopf, sowie Bragoli, Rouladen mit Gehacktem, gekochtem Ei, Speck und Käse, geschmort in einer Weinsoße. Was ich noch empfehlen kann, das sind typisch maltesische Pastizzen, kleine knusprige Teigtaschen mit Erbsenmus oder Ricotta oder anderen Füllungen. 

Unsere Reise verging im Nu. Wir möchten die gastfreundliche Insel gar nicht verlassen. Eine Woche auf Malta war definitiv zu kurz und wir werden auf jeden Fall wiederkommen , um neue schöne interessante Sachen auf der Insel kennenzulernen.